Book Slam im Englischunterricht

 

Es ist ebenso reizvoll wie profitabel, einen BOOK SLAM im Englischunterricht einer 12. oder 13. Klasse zu inszenieren. Schüler-Orientiertheit, konkreter Situationsbezug, das Eingehen auf eigene Interessen des Schülers, die selbstverantwortliche und selbstgesteuerte Organisation und ein konkretes “Produkt” am Ende – ein BOOK SLAM vereint all diese Elemente des klassischen Unterrichtsprojekts auf sich.

Bevor der eigentliche SLAM starten kann, ist ein zeitlicher und organisatorischer Vorlauf nötig: Wenigstens 10 bis 12 Wochen vor dem geplanten SLAM-Termin entscheidet sich jeder Schüler der Klasse für ein englisches Buch seiner Wahl, vorzugsweise aus dem fiktionalen Bereich. Sollten Schüler keine eigenen Ideen haben, kann diese Liste als Basis dienen. Jeder Schüler bekommt den Auftrag,  “sein”  Buch nach der Lektüre den Klassenkameraden unter folgenden Vorgaben vorzustellen.

Die Präsentation…

  • … dauert GENAU 3 Minuten (Stoppuhr!),
  • … soll so einfallsreich, attraktiv und interessant wie nur irgend möglich sein,
  • … soll den Zuhörern Lust auf das betreffende Buch machen,
  • … darf keinesfalls das Ende, den Clou, “den Mörder” vorwegnehmen.

Am Tag des SLAM präsentiert ein Schüler nach dem anderen das Buch seiner Wahl. Ob es sich dabei um einen Krimi, einen Liebesroman oder Science Fiction handelt, ob die Buchvorstellung mit schauspielerischen Mitteln, unter Einsatz von Medien, Requisiten oder was auch immer erfolgt – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist nur, dass sie nicht als herkömmliches Referat im Sinne einer Pflichtübung verstanden wird.

Das SLAM-Projekt hat den Vorteil, dass jeder Schüler sich zunächst mit einem längeren englischen Buchtext auseinandersetzen muss. Der Präsentations-Tag – der SLAM – gestaltet sich in der Regel als Feuerwerk von Ideen und Umsetzungen, die in ihren drei Minuten Dauer immer kurzweilig sind. Die Zuhörer bekommen von den Mitschülern in ansprechender Form eine Reihe von Lese-Ideen präsentiert und wenn ihr Interesse geweckt wird, ist es einfach und kostensparend, sich die Bücher gegenseitig auszuleihen.

Allein das Wissen, sich vor der Klasse präsentieren zu müssen ist in der Regel Anreiz genug für Schüler, Sorgfalt und Mühe in Vorbereitung und Umsetzung der eigenen Buchvorstellung zu legen. Dies lässt sich noch steigern, indem man vorher eine Abstimmung der gesamten Klasse über jede Präsentation vereinbart: Jeder Schüler vergibt eine Note zur Frage: “Würde ich dieses Buch gerne lesen?” Ebenso kann sich der Lehrer vorbehalten, eine Note über jeden Unterrichtsbeitrag zu erstellen. Der SLAM lässt sich zusätzlich aufwerten, wenn man ihm beispielsweise durch mitgebrachte Snacks und Getränke einen Event-Charakter verleiht oder eine andere Klasse als Publikum einlädt.