Gruppendiskussion: Sprache, Inhalt, Strategie

1. Einlesephase

  • Stellen Sie sicher, dass Sie sämtliche Vorgaben des text sheet verstanden haben (Lexikon!)
  • Legen Sie sich eine Argumentationslinie zurecht, für die Sie alle nötigen Wörter im deutsch-englischen Lexikon nachschlagen.
  • Machen Sie sich Stichpunkte (keine ausformulierten Sätze!), auf die Sie später während der Diskussion immer wieder einen Blick werfen können.

2. Sprache

  • Sie sollten auf einen sicher abrufbaren Fundus von Redewendungen bauen können, der es Ihnen ermöglicht, in jede Art von Gesprächssituation einzugreifen.
  • Es ist wichtig dass diese Wendungen natürlich klingen, daher sollten Sie sie sicher parat haben und spontan und punktgenau überall einbauen können. Von allzu langen und komplexen Phrasen ist in diesem Zusammenhang eher abzuraten.
Beispiele:
–  Sorry for interrupting you (again).
–  No, I don’t think so. / Yes, I think so, too.
–  I think Peter has / you have a point here, but ….
–  I (don’t) agree with Sandra / with you, because ….
–  What do you mean by ….?
–  I’m not sure I understand what you are saying.

 

  • Es macht während der laufenden Gruppenprüfung keinen Sinn, sich krampfhaft auf die Vermeidung sprachlicher Fehler zu konzentrieren.
  • Akzeptieren Sie Ihr aktuelles sprachliches Niveau und bemühen Sie sich um einen möglichst natürlichen Sprachfluss innerhalb Ihrer Möglichkeiten.

3. Inhalt

  • Sprachliche Defizite können im Blick auf die Endpunktzahl durch inhaltliche Qualität der Beiträge ausgeglichen werden.
  • Je nach Aufgabenstellung kann es nützlich sein, das Thema bereits in der Einlesephase, das heißt beim Konzipieren der Argumentation aus folgenden Gesichtspunkten zu beleuchten und so den Argumenten mehr Profil zu verleihen. Beispielsweise sind bei einem Thema, das sich im weitesten Rahmen auf die Umweltproblematik bezieht, folgende Herangehensweisen denkbar:
  • “Welche Auswirkungen hat die vorgegebene Problematik auf mich selber, mein Leben, mein enges Umfeld?” “On principle, I really think we should care for the environment. In practice, however, it is very hard to live up to this principle as we are getting more and more used to our luxurious lifestyle.”
  • “Welche Konsequenzen hat sie für meinen weiter gefassten Umkreis (soziale Schicht, Altersgruppe, Nation)?” “What puts me off is that in our society money matters more than the future of our planet, especially for those who carry responsibility in politics and economy.”
  • “Wie wirkt sich die Problematik global gesehen aus (gesamte Menschheit, Zukunft)?” “Still, we should be aware of the fact that by keeping up our wasteful and careless lifestyle, we are putting the lives of the poorest people at risk as well as that of many generations to come”.
  • “Welchen Stellenwert hätte das Problem in einem anderen historischen oder kulturellen Zusammenhang?” “People in the past/People in developing countries would have been/would be shocked to see that we are treating our planet as if we were its owners.”

4. Gesprächsstrategie

  • Streben Sie eine Balance zwischen zu geringem und zu starkem Eingreifen in das Gespräch an.
  • Melden Sie sich zu Wort, wenn Sie etwas (egal ob englischen Ausdruck oder Argument) nicht verstanden haben.
  • Ein eigenes Erlebnis oder eine eigene Erfahrung können sehr belebend und auflockernd wirken.
  • Spontanes Reagieren auf die Gesprächspartner ist besser als vorgefertigte Monologe.
  • Beziehen Sie ein Gruppenmitglied das zu passiv bleibt, immer wieder bewusst mit ins Gespräch ein.
  • Wenn Sie feststellen, dass die Diskussion vom Thema abdriftet, weisen Sie darauf hin.
  • Behalten Sie stets die group task(s) im Auge.

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